Fachinstitut für energetische Massage

Mathias & Hermine Schmidmair

Ginseng

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Beschreibung:

Ginsengwurzel (Ginseng radix)

Auszug aus dem Leitfaden für Phytotherapie von H. Schilcher und S. Kammerer:

Wirksamkeitsmitbestimmende Inhaltsstoffe:

Mind. 1,5 % Ginsenoside (bislang 11 Einzelverbindungen identifiziert), berechnet als Ginsenosid Rg1, ätherisches Öl, Phytosterole, Peptidoglykane.

Wirkungen:

  • Erhöhung der Belastbarkeit gegenüber chemischen Noxen, Immobilisation, Kälte und Wärme (experimentell).
  • Schnelle Erholung nach Noxen (z.B. Röntgenstrahlen), erkennbar durch einen rascheren Anstieg der Thrombozytenzahl und einer beschleunigten Erhöhung der hämatopoetischen Stammzellen und Megakaryozyten (experimentell).
  • Zentral aktivierend.
  • Erhöhung der Hirnrindentätigkeit.
  • Erhöhung der Konzentration und Aufmerksamkeit.
  • Schnellere postoperative Rekonvaleszenz.
  • Verbesserung der aeroben Arbeitskapazität, der Serumlaktat-Konzentration und der Herzfrequenz nach Belastung bei Sportlern.
  • Verbesserung der Lungenfunktion bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen.
  • Beeinflussung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinde und Gonaden-Achse und damit verbunden ist eine gewisse Antistress-Wirkung.
  • Unterstützung der physiologischen Darmflora („Darmsanierung“).
  • Antioxidative Wirkung.
  • Anabole Wirkung.
  • evtl. Senkung der Blutfettwerte (in offenen Studien).
  • evtl. blutzuckerspiegelsenkend (experimentell).
  • evtl. antikarzinogene Wirkung (experimentell).

Wirkungsmechanismus:

  • Zentral aktivierend: Erhöhung der kortikalen Dopamin-, Noradrenalin-, Serotoninspiegel und des cAMP.
  • Tonisierend: vermehrte aerobe Glukosoxidation des Gehirns bei gleichzeitiger Senkung des Lactat-Pyruvat-Quotienten.
  • Stimulation der T-Helfer-Zellen und der B-Lymphozyten.
  • Vermehrung der körpereigenen Interferon-Produktion.

Indikation (nach Kommission E):

  • Als Tonikum zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits-, Schwächegefühl, nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.
  • Rekonvaleszenz.

Kontraindikationen: keine bekannt.

Nebenwirkungen: keine bekannt.

Interaktionen: keine bekannt.

Extrakte, die über einen hohen Gehalt an Ginsenoiden hinaus weitere Ginsenginhaltsstoffe mit konstanten Mindestgehalten enthalten, sind besonders hochwertig.

Roter Ginseng, der zur Konservierung mit gespanntem Wasserdampf behandelt wird, ist in der Regel dem weißen Ginseng qualitativ nicht überlegen. Nach der Wasserdampfbehandlung nehmen die vorher weißen Wurzeln eine hornartige Struktur und rötliche Farbe an.

Ginseng gehört zu den bedeutendsten Heilmitteln der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Er wird dort zur Aktivierung der Lebensenergie (Qi) eingesetzt. Nach Erfahrungen in der TCM sollten während der Therapie mit Ginseng keine coffeinhaltigen Getränke eingenommen werden. Die sehr gute Verträglichkeit bestätige sich in der Anwendung seit Tausenden von Jahren in Asien und auch in neueren europäischen Studien.